Pfarrverband Grafrath

Geschichte

Mariä Himmelfahrt Grafrath

Name der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Unteralting

Die Pfarrei „Mariä Himmelfahrt Unteralting“ ist die Pfarrei der politischen Gemeinde Grafrath. Die Gemeinde entstand 1972 durch den Zusammenschluss zweier ehemals selbständiger Orte. Dies waren südlich der Amper das Dorf Unteralting mit der St.Mauritiuskirche und mit dem Kloster und der Wallfahrtskirche Grafrath, nördlich der Amper das Dorf Wildenroth mit der Anhöhe Höfen und der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Zunächst fällt schon auf, dass die Pfarrkirche nicht in dem Ortsteil liegt, dessen Namen die Pfarrei trägt, darüber hinaus stellt aber die Pfarrei als solche ein Gebilde dar, das in der ganzen Diözese einmalig sein dürfte. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Amper durch den Ort hindurch fließt, die in diesem Gebiet seit frühester Zeit die Bistumsgrenze bildete: Das südlich der Amper gelegene Gebiet gehört zum Bistum Augsburg, das nördliche Gebiet zum Erzbistum München-Freising.

Geschichte der Pfarrei

Die kirchliche Tradition an dem Ort begann im frühen Mittelalter südlich der Amper innerhalb des Bistums Augsburg, und zwar dort, wo heute die Wallfahrtskirche St.Rasso und die St.Mauritiuskirche in Unteralting stehen. Das Gebiet nördlich der Amper war zu dieser Zeit noch nicht besiedelt. Erst um 1260 erbaute hier ein Ministerialengeschlecht die Burg Wildenroth und gründete im Tal das gleichnamige Dorf. Da die Burgkapelle St.Nikolaus für die Bewohner zu klein war, erbaute das Kloster Fürstenfeld, zu dem Wildenroth ab 1322 gehörte, die Kirche „Mariä Himmelfahrt“, aber nicht im Dorf, sondern aus nicht bekannten Gründen weiter westlich auf der einsam gelegenen Anhöhe Höfen. Im Jahr 1477 errichte der Bischof von Freising für das inzwischen gewachsene Wildenroth eine eigene Pfarrei und erhob die Kirche in Höfen zur Pfarrkirche. Da es dort aber außer der Kirche keine Bebauung gab, überließ das Kloster Fürstenfeld dem Pfarrer als Wohnsitz einen „Hof“ jenseits der Amper in dem Dorf Unteralting. Um dieselbe Zeit gab der Bischof von Augsburg seine Zustimmung, dass der von Freising für die Pfarrei Mariä Himmelfahrt Höfen eingesetzte Pfarrer auch die Seelsorge für das Dorf Unteralting übernahm. Damit wurde auch für die Bewohner von Unteralting die Kirche in Höfen Pfarrkirche, während die in ihrem Ort neben dem Pfarrhof liegende altehrwürdige Mauritiuskirche zur Filialkirche herabgestuft wurde. Wegen des in Unteralting residierenden Pfarrers wurde die Pfarrei „Mariä Himmelfahrt Höfen“ mit der Zeit auch „Mariä Himmelfahrt Unteralting“ genannt. Unter diesem Namen wird die Pfarrei heute in der Erzdiözese München-Freising geführt.